Normandie vom 20.06.-04.07.2009
geschrieben am 20.6.2009 | Kategorie: Urlaub

 
Normandie vom 20.06.-04.07.2009

Pünktlich zum Sommeranfang starteten wir Samstagmorgen vollbepackt in die Normandie... Wir hatten am Freitag schon all unsere Spielsachen und Decken hergeben müssen und unsere Tasche wurde im Auto verladen. Wäre der Kofferraum und der Hundekennel offen gewesen, hätte sich Fynn mal wieder vorsorglich hineingelegt...! Als Mamili die Tasche mit den 'Hausutensilien'
zusammentrug, fragte sie mich: Na Alessia, willst du nicht vielleicht hineinkrabbeln in die Tasche... na, das lass ich mir doch nicht zweimal sagen und so legte ich mich auf die Handtücher, die schon in der Tasche lagen, hihihi! Die Fahrt war wie immer laaaang, aber da wir wohlerzogen sind und zudem gerne Auto fahren und auch lieber mit in den Urlaub wollten, haben wir eben ganz manierlich die insgesamt 10 Stunden Fahrt verratzt und sind nach den Pipi-Pausen auch freiwillig wieder in unseren Kennel gesprungen. Man will ja schließlich mal ankommen.

Und um 18.30 h kamen wir an in Portbail, genauer gesagt in St. Lô D'Ourville... schnell am Lindbergh-Plage vorbeigeschaut, wirklich nur geschaut... schnief, und ab ins Ferienhaus 'La Dune'. Mannomann, was waren wir froh, auf dem riesengroßen eingezäunten Grundstück flitzen zu können, ich glaube gleich 3 Mal rund ums Haus. Währenddessen haben unsere Zweibeiner schnell ausgeladen und dann mussten wir noch schnell in Barneville-Carteret für den Sonntag einkaufen gehen, bevor die Luken dichtgemacht wurden... um 19.30 h!!! Zwei Minuten vor 19.30 h witschte Mami hinein und kam beladen um 19.42 h wieder raus... Weltrekord! Und dann gab es Abendessen, juppidu, eine letzte Abendrunde ans Meer und ratzen bis zum nächsten Tag.

Ab da begann der Urlaub! Das Meer war praktisch 300 m hinter (Bild 3371) den Dünen von unserem Haus entfernt zu Hause... wenn es nicht gerade weg war, was es in der ersten Woche häufig war. Aber wirklich weg war es nicht wirklich, nur weiter draußen und der Strand verbreiterte sich dementsprechend um mehrere hundert Meter. Wenn Fynn und ich ab den Dünen losdüsten, um unsere Bäuche im kühlen Nass zu erfrischen, waren unsere Zweibeiner manchmal nur noch kleine Punkte! Macht ja nix, die können halt nicht so schnell rennen! Was da so alles zu finden war im Meer und am Strand! Da standen stundenlang Traktoren rum und fuhren, wenn das Wasser wieder kam, rein, um die Fischerboote aufzuladen (Bild 3098) - und schwubs, waren sie mit ihrem Gepäck und dem Fang verschwunden! Austernbänke tauchten bei Ebbe auf, ebenso kleine Felsenriffs, grasgrün bewachsen und das ganze grüne Gedöns vom Meeresboden lag am Strand herum, manches hielt sich verzweifelt an kleineren und größeren Steinen fest (gell Fynn, tut ganz schön weh, wenn man das Gras vom Stein abbekommen will, indem man sich den dazu gehörenden Stein um die Ohren wirft (Bild 1649). Riesige halbe Austernschalen (Bild 3088) und Sepiaschalen warteten darauf, weggetragen zu werden und ab und zu kamen Reiter an den Strand und liefen mit ihren Pferden ins Wasser (Bild 3219). Einmal hatten wir sogar Nebel am Strand, das gab gespenstisch schöne Bild (3290). Ansonsten hatten wir unseren Strand und unser Meer ziemlich für uns alleine - wie sich das gehört. Und das zweimal am Tag, wenn nur das lästige Abduschen nach dem Meeresbaden nicht gewesen wäre...

Kleinere Ausflüge nach Coutances und ans Cap von Barneville haben wir auch unternommen, aber uns hat es eh am bestem am Strand und in den Fluten gefallen. Und am Strand lag, schon fast in den Dünen... (Zoe, pass jetzt gut
auf) ein einsamer Pirat, der eine nächtliche Auseinandersetzung mit dem Leben bezahlt hat (Bild 3122). Und wer hat ihn gefunden? Fynn natürlich und natürlich durfte er ihn nicht fachmännisch untersuchen!!!

Ich, also die Alessia, habe dafür einen Krebs gefressen - schwubs war er weg - und die mich blöd auslachenden Möven wollte ich jagen, die Mistbiester flogen aber einfach davon. Aber dafür habe ich in diesem Urlaub gutes Karma gesammelt!!! Obwohl ich für mein Verbellen im Haus getadelt wurde. Später beim Abendessen wurden auch die Zweibeiner auf seltsame Geräusche aufmerksam und als ich mich dann vor den Ofen gestellt habe und bellend in die Glasluke schaute, kamen sie auch mal nachsehen. Was könnte da nicht alles drin sein in dem Kamin hinter der Scheibe... dann sah Mamili die Bescherung! Ein kleiner Vogel war von ganz oben den ganzen Kamin runter in den Ofen gefallen und gefangen; bestimmt ein paar Stunden schon!
Wir rissen die Terrassentüren weit auf und öffneten vorsichtig die Ofentüre. Und da startete das Vögelchen mit großen schwarzen Augen buchstäblich wie Phönix aus der Asche auf an die Deckenwand, hinterließ dort einen Aschefleck und flog hinaus in die Freiheit! Kleiner Vogel, wir hoffen, du machst das nie wieder, wir sind nämlich nicht immer da, um dich zu retten. Und oh weia, wenn der Ofen befeuert wird, wird's eng...

In der ersten Woche hatten wir nette Eurasier-Mädchen als Nachbarn, Carla, die weiße und Bijou, die dunklere von beiden; ähmmm und die schwarze, das bin ich (Bild 3130). Naja, das mit dem Fotografieren und den tollen Farben von uns dreien und dem Dünensand in der Mitte hat ja nicht so geklappt, gell Mami? Nach einer Woche fuhren sie dann schon wieder heim nach Mettmann und es zog eine Züricher Weiße Schäferhündin namens Fiara ein (Bild 3436).
Am Strand haben wir sie aber nie gesehen... komisch... die baden wohl alle nicht so gerne!?!

Dann waren wir Mme. Blondel und ihren Kennel du Marais de la Sangsurière besuchen. Wir dachten schon, das isses jetzt, toben und fetzen mit 6 bzw. 8 großen Flatchen und zwei Flatbabys, 2 Golden Hündinnen und 2 Labrador Damen, aber nix... wir durften noch nicht mal aussteigen aus unserem Kennel, also haben wir geschlafen - und gehofft, dass sie uns nicht einen der beiden 3 Monate alten Welpen ins Auto setzen :-) (Bilder 3263, 3256, 3259) Und dabei waren auch zwei stattliche Flatherren zu Besuch, der schwarze Texan und braune Camelot, mit denen ich mich gerne mal 'unterhalten' hätte, haha.
Aber nach einer knappen Stunde fuhren wir alleine wieder in unser Domizil.
Danke, Mme. Blondel, dass wir kommen durften.

Zum Ende der Ferien fuhren wir über Cherbourg-Octeville ans Cap de la Hague (oha... Wiederaufbereitungsanlage!), aber Cherbourg machte seinem Namen Ehre... es fing an zu regnen und verfolgte uns an der Küste entlang bis nach Hause.

Und zu Hause ist es eh am Schönsten. Ein ausgiebiges Schwimmen mit Mami an einem tollen letzten Freitagnachmittag mit einem Meer voll bis an den Rand muss nun bis auf Weiteres reichen. Wir mussten uns verabschieden, um am Samstag die lange Heimreise anzutreten. Zu Hause ist es auch toll, das Gras, das Gärtchen, die Vet-Bettchen, die bekannten Gerüche überall... nur wo ist das Meer?

Es grüßen eure Alessia und der Fynn, die von den Fluten träumen!
 
 
 

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