Normandie – Urlaub in Saint Marcouf de l’Isle
geschrieben am 29.9.2012 | Kategorie: Urlaub

 
Normandie – Urlaub in Saint Marcouf de l’Isle vom 29.9.-9.10.2012

Jaydens erster richtiger Urlaub am Meer. Und Alessias zweiter in diesem Jahr. Wir starten spät im Jahr noch einmal Richtung Atlantik in die Normandie. Richtig: Über Paris, und damit wir dies zügig passieren, starten wir mitten in der Nacht – um 5.00 Uhr morgens, gähn… Und landen – richtig, wieder mitten drin. Wir kamen an Notre Dame vorbei und sahen den Eifelturm… waren mittendrin in einem Flohmarkt und die Dame im Navigationsgerät jonglierte uns da so durch – wir mussten ihr einfach vertrauen, oder in Paris Urlaub machen. Was sollten wir auch halten von ihrer französischen Aussprache der Straßen und Städte… aber wie einer, der kein Französisch spricht, auf einmal ‚folgen Sie der E quatre cent deux’ verstehen soll…? Blöde Tussi…

Am Nachmittag waren wir schon angekommen bei strahlendem Sonnenschein und ohne Meer. Kein Problem für Alessia, eine Restpfütze zu finden und Jayden schaute etwas ungläubig. Am nächsten Morgen hatten wir Meer… und keinen Sonnenschein, auch kein Problem. So fuhren wir am Sonntag Nachmittag nach Saint Vaast de la Hougue, einem malerischen Fischerort mit dem eindrucksvollen Fort de la Hougue und der vorgelagerten Insel ‚Ile de Tatihou’, zu der man bei Ebbe zu Fuß laufen kann. Wir hatten schon ganz schön Ebbe, zumindest war die 4 Meter breite, nicht eingezäunte Kaimauer hinaus ins Meer ziemlich hoch und anscheinend waren alle dort am Sonntag Nachmittag promenieren. Da es Mami dort oben ein bisschen übel wurde, zog Papi mit uns alleine bis vor an die Spitze…

Am Montagmorgen regnete es – Einkaufstag im Supermarkt und wer stellt sich neben uns – ein großer Traktor!!! Ohgottohgott! Wir gehen später trotzdem an den Strand, immerhin ist das Meer da, aber ablandiger Wind und beginnende Flut. So suchen wir die Dummys am Strand und panieren uns im Sand.

Am Dienstag wollten wir nach einem schönen Spaziergang am Meer, bei dem Alessia Fische angeln wollte (oder die Fische wollten Alessia schnappen *schreck*) rüber an die andere Seite der Küste, nach Portbail auf den Markt, Essen gehen im ‚Clos de Rubier’ in Saint Jean de la Rivière und Mme. Blondel mit ihren Flatcoated Retrievern Du Marais de la Sangsurière besuchen. Es kam etwas anders: Gleich auf den ersten Kilometern fiepte Jayden und als wir endlich eine Parkmöglichkeit gefunden hatten, sahen wir die Bescherung… das ganze Frühstück mitsamt dem halben Meer schwamm im Kennel…Der Markt war dann auch schon zu Ende, das Restaurant ‚Clos du Rubier’ hatte zu. Wir fuhren weiter bis nach Barneville-Carteret und speisten dort im gemütlichen Restaurant Le Cap direkt vorne am Cap de Carteret in wohliger Atmosphäre bei Kaminfeuer. Anschließend krabbelten wir noch auf den riesigen Dünen rum, aber bei der Windstärke knirschte bald der Sand zwischen den Zähnen und wir fuhren zurück, nicht ohne noch einmal am Lindbergh Plage nach dem Meer und den Austern zu schauen. In St. Sauveur le Vicomte hielten wir im Hof und wurden von Kaamelot und seinen Freunde begrüßt. Leider mussten wir im Auto bleiben und Papi und Mami verschwanden bei den Flatwelpen. Einen kleinen süßen liverfarbenen Bub hätten sie gleich mitnehmen können…

Schnell noch Einkaufen im Intermarché in Valogne… nur kam Papi gar nicht mehr raus, weil die Kassen streikten und als er dann endlich kam, fand er uns nicht und Rufen von Mami reichte nicht aus. So nahm sie die Pfeife und machten den Suchen- und den Komm-Pfiff… hihi. Hat geklappt!

Aber was war nur mit dem Wetter los… auch am Mittwoch goss es wie aus Kübeln, obwohl wir alle ordentlich unsere Tellerchen leergefuttert hatten. Sogar das übrig gebliebene Schnitzel haben wir vom Teller geholt, bevor es womöglich entsorgt werden sollte.

Dann gab es mal diese riesigen Taschenkrebse. Die saßen auf unserem Terrassentisch und mussten angebellt werden, wenn sie sich bewegten. Geschmeckt haben sie allerdings klasse, ebenso Muscheln und Langusten und Wolfsbarsch. Da brauchen wir uns nicht wundern, dass Jayden beim Dummy-Apport am Strand das Dummy fallen lässt und mit einer Krebsschere im Fang zurückkommt. Alessia verfeinert derweil ihre Angelkünste, denn bei schlechten Wetter beißen die Fische bekannterweise am Besten. Gleich vorne in der Brandung machten die sich einen Spaß daraus, Alessia in die Rute oder in die Beine zu zwicken und über die Wellen davonzuspringen.

Den supersonnigen Donnerstag nutzen wir mal wieder für einen Ausflug über Barfleur und dem Phare de Gatteville nach Maupertus sur Mer – oh, da hatten wir aber Glück, dass es uns an den Strand verschlagen hat und nicht an die Steilküste, auch wenn die Aussicht gigantisch ist. Aber davon hat ein Flatherz ja nichts und kann sich nicht in die Fluten stürzen. Am ebenfalls sonnigen Sonntag fuhren wir vom Utah Beach (da saß Mami mehrmals im Internetcafe am Funkertisch zum surfen) aus über den Pointe du Hoc an den fantastischen Omaha Beach. Dort zog sich doch glatt Mami die Schuhe und Socken aus und ging mit uns planschen. Beim Sockenklauen machten sie dann allerdings nicht mehr mit. Komisch.

Ja und dann regnete es wieder – der Himmel weinte, weil wir schon wieder abreisen mussten und Alessia beobachtete die Ein- und Aufräumaktionen mit geschultem Blick. Nur klein Jayden wusste am Dienstag noch nicht, dass dieser Ausflug mitsamt den ganzen Klamotten kein Ausflug, sondern unsere Heimreise würde und er das Meer eine Weile nicht sehen wird… bis zum nächsten Jahr.
 
 
 

Kommentare

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1.) Sabine mit Simba & Nala
schrieb am 22.10.2012

Hej,
na bei Euch sah es aber auch sehr romantisch und gemütlich aus. So ein malerisches Fischerdorf. Einen winzigien kleinen Hafen hatten wir allerdings auch, aber eben nur winzig klein.
Die Normandie könnte uns landschaftlich auch gefallen, aber an unseren Französisch-Kenntnissen würde es hapern. Na gut, dänisch sprechen wir nicht, aber die Schrift erinnert ein wenig an das holländische. Für die Einkäufe reicht es zumindest. - Aber wer weiß, vielleicht ändert Ihr ja für nächstes Jahr Euer Urlaubsziel noch ?! - Jedenfalls sind die Fotos wieder super toll geworden. Bei uns dauert es noch ein wenig mit Bildern, der Wäschebeeeeeeeerrrrrrrgeeeeeeee wegen. Aber noch 3-4 Maschinen, dann sind wir auch damit durch und "der Gerät" (GRINS) kann sich ein paar Tage ausruhen ( hi,hi,hi ). So, nun wünschen wir Euch allen noch eine schöne Zeit und einen nicht ganz so kalten Winter bbbbrrrrrr. Dicke Flatschmatzer an Alessia und Jayden und LG an Euch.
 

2.) Alessia und Jayden
schrieb am 15.11.2012

Sabine, eines können wir schon verraten... wir gehen nach Sardinien nächstes Jahr... der Zwuck muss doch schließlich auch mal das Reisen mit der Fähre kennenlernen und dass das Meer etwas wärmer sein kann als im Atlantik :-)