Ameland –Urlaub 5.-19.6.2010
geschrieben am 5.6.2010 | Kategorie: Urlaub

 
Ameland –Urlaub 5.-19.6.2010

Wir packen wieder – komisch, ich mag eigentlich nicht mehr gerne ins Auto steigen – obwohl Urlaub und Meer und Baden schon ok ist. Die Fahrt war ziemlich lang und auch wenn die Holländischen Autobahnen schöne Parkplätze direkt am Wasser bzw. Flüssen voller Entchen, Wasserrosen und sonstigem Unrat hatten, durften wir nicht rein ins kühle Nass. So ne Gemeinheit.
Mehr als eine Stunde vor Abfahrt waren wir schon am Ableger und wurden namentlich begrüßt. 10 Minuten später konnten wir schon abfahren. Fynn und Papili sonnten sich gleich hoch auf dem obersten Deck und lauschten dem Gitarrenspiel der Touristen, aber da ich ein Schisshase war und partout nicht dazu zu bewegen war, diese gemeingefährliche außenliegende Hühnerleiter hochzusteigen, mussten Mamili und ich auf Halbdeck dümpeln. Da half auch kein Geweine. Der Fynn kam erst kurz vor Ankunft auf der Insel wieder runter zu mir.
Mit Navigation kamen wir auch tatsächlich irgendwann in unser Wohngebiet, bis die Dame am Navi sagte: Jetzt rechts, sie haben ihr Ziel erreicht und wir vor einem Bauzaun standen… Na Toll!!! Ok, zwanzig Meter um die Ecke rechts waren wir dann da! Und da wir ja eine Stunde früher angekommen waren, konnten wir doch glatt noch baden gehen und am Strand düsen nach der langen Fahrt. Unser Häuschen haben wir natürlich dreimal umkreist – wie es sich gehört (siehe Normandie) und die Hasen- und Fasanenspurenwege erkundet.
Sonntags haben sie unsere Fahrradanhänger installiert und wir mussten eine erste Runde durch Buren und Nes fahren, quer durch alle Touristen. War das peinlich. Ich bin freiwillig mit meinem Kopf abgetaucht, obwohl ich eigentlich immer schauen muss, wo es wohl hingeht. Abends dachten wir, es geht wieder zum Meer zum Baden, aber wir spazierten dieses Mal auf dem Dünenradweg. Da lag etwas abseits im Gras ein Kaninchen Kiel oben! Wahrscheinlich hat es beim queren des Weges nicht geblinkt und den Radverkehr nicht beachtet. Zwei Tage später – Mamili musste nachschauen – war es schon ziemlich im Nirwana. (Foto)
Fast täglich hat es immer wieder geregnet, meist nachmittags. Am Dienstag wollten wir die Attraktion in Hollum anschauen. Das Rettungsbootausbringen mit den Pferden. Wir waren pünktlich um 12.00 Uhr da – nur kein Rettungsboot. Naja, wenigstens toll baden konnte man im Wattenmeer.
Und am Mittwoch – das Wetter hatte sich nach vorabendlichem Gewitter und Regen morgens beruhigt – ging es mit dem Fahrrad (wir im Anhänger) in den Osten der Insel.
Mensch, haben die gestrampelt und geschwitzt, rauf und runter. Auch im Naturschutzgebiet gibt es ein tolles Meer zum Baden. Wir haben Mamilis Muschelpuzzle am Strand zerstört und unterwegs beim Dummyapport hat sich Fynn aus dem Staub gemacht und Dummy Dummy sein lassen und hat sich stattdessen lieben einen toten Vogel zu Gemüte geführt. Er hat allerdings nicht mit seinem Papili gerechnet, der ihm den Vogel streitig machen wollte. So konnte er sich nur einen dürren Fuß des Tölpels einverleiben und auch den hat ihm sein Mamili noch aus dem Hals gezogen! Dafür hat er abends einen toten Vogel am Meer gefunden und sich schnell drin gewälzt. Aber abgeben musste er ihn auch.
Dieser Tage haben wir zwei holländische Flat-Schwestern gesehen. Sie saßen oder besser gesagt, thronten oben auf einem Kutschwagen gezogen von 2 schwarzen Pferden. Sie sahen alle ziemlich imposant aus! Die nächsten Tage hat es nur geregnet. Waren wir nicht von unten nass, so von oben und die Sonne zeigte sich verbunden mit trockenen Abschnitten, nur Samstag- und Sonntagnachmittag. Ach ja, beim Tierarzt waren wir auch noch Samstagabends, weil mein rechtes Äuglein nicht mehr aufhörte zu tränen. Frau Doktor war sehr nett; sie hat eine Thai Ridgeback-Zucht auf Ameland und wir haben sie zufällig auf einem langen Spaziergang durch den Wald bei Nes in ihrem Zuhause noch einmal getroffen…
Heute am Sonntag haben wir den einjährigen Dimi (Cracker Starlight over Roethlismountain) getroffen. Er ist ein Halbbrüderchen von Allegra, aber viel größer. Der wollte mir sein Bällchen großzügig überlassen, um dafür im Gegenzug an mir schnuppern zu können – Lüstling!
Tja Leute, es zieht schon wieder zu und wir waren noch nicht baden heute und gegrillt haben wir auch noch nicht. Unsere Vormieter vom letzten Jahr haben sich übrigens auch einen Ast abgebrochen mit dem Grill… das kann ja nichts werden… Gell, Ute und Ulrich mit Morty und Mira?
Heute am letzen Donnerstag ging es nach zwei aufeinander folgenden sonnigen Tagen bei strammen Nordostwind und gefühlter eisiger Schafskälte wieder aufs Fahrrad. Naja, wir wie immer in dem Anhänger. Mamili hat uns getröstet… ihr müsst euch das vorstellen, als ginge es in die Serengeti… wilde Tiere schauen… die wilden Tiere draußen und wir hinter Gittern…!?! Es ging entland der Entenkoiker-Route und dann am Wattenmeer entlang. Dort mussten wir über so Gitter fahren, damit die Insassen nicht davonrennen. Was es da so alles zum Schauen gab. Nur wenn ich den Kopf aus dem Verdeck hob, rannten die Gänse und Enten mit ihren Jungen davon und die Schafmamis stellten sich schützend vor ihre neugierigen Lämmer. Auf der Rückfahrt am Deichinneren hatten wir Gegenwind und wir dachten schon, heute kommen wir nicht mehr heim. Aber mit einer Eis-Stärkung in Nes ging es dann Richtung Dünen, wo wir einen 10monatigen Flatbuben aus den Niederlanden bestaunen konnten, oder er uns, wie man das sieht. Dann ging es heimwärts auf dem Dünenkamm bis zu unserer Mülltonne und dann links ab, die Fahrradkarosse an die Stellplätze geparkt und ab ans/ins Meer, juppidu!
Abends trafen wir beim Gassi wieder dutzende Hasen, den Morty und die Mira und eine kleine freche einjährige Dackeldame namens Ronja. So klein die war, so toll konnte ich mit ihr spielen und schmusen. Mamili und Papili wollten sie mir aber leider nicht schenken. Ihre Besitzer leider auch nicht!
Und dann haben wir wieder gepackt. Ich habe mich schlafend gestellt und am Wohnzimmertisch festgehalten, es half nichts. Wir sind abgereist und haben das Meer und den Strand und die gute Luft hinter uns gelassen. Und unser letztes Brot haben wir den dusseligen Möven überlassen…

Und jetzt sind wir wieder zuhause – und was soll ich sagen? Es ist klasse hier! Das Gras schmeckt so toll und der normale Wahnsinn nimmt wieder seinen Lauf… Bis zum nächsten Urlaub, eure Alessia und der Fynn
 
 
 

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