Bretagne – Das Morbihan vom 17. März bis 31. März 2012
geschrieben am 17.3.2012 | Kategorie: Urlaub

 
Bretagne – Das Morbihan vom 17. März bis 31. März 2012


So sind wir also in den Urlaub ans Meer gestartet und haben unseren Fynn nicht mitgenommen. Das erste Mal alleine!

Die Fahrt war dieses Mal total entspannt, auch hatten wir ja 200 km weniger vor uns und vor allem, die Pariser schienen nicht Auto fahren zu wollen. Es war aber auch scheußliches Wetter schon vor Paris und auch das Morbihan hat uns nicht wirklich freundlich begrüßt. Wir waren schon um 17.00 Uhr in St. Gildas de Rhuys und hatten noch zwei Stunden Zeit, bevor wir erwartet wurden, um unser Haus zu beziehen. So stellten wir das voll beladene Auto mit allem, was wir dabei hatten, vor dem Haus ab, Mamili und Papili zogen sich weise die Gummistiefel an und dann liefen wir immer den Berg hinab zum Meer. Es sollen ja nur 350 m sein! Und dann habe ich es schon gerochen und gesehen und es gab kein Halten mehr, voll Speed ging ich ab wie eine Rakete ins Meer (na ja, was davon an diesem Abend noch da war), egal, wie kalt es war und ob es regnete. Für mich hatte sich dieser Tag schon gelohnt und die lange Fahrt; ok – ich hatte ja den ganzen Kennel für mich alleine. Tja… und dann haben wir uns hier verlaufen und sind in diesem Ort mit lauter gleich aussehender Häusern mal hier hin, mal dort hin gelaufen – ich natürlich pitschnass und meine Zweibeiner haben sich mittlerweile Blasen in den Gummistiefeln geholt! Das Handy – im Auto… der Ortsplan – im Auto… die Straße, in der unser Auto steht – keine Ahnung. So liefen wir bis zum ersten Abzweig, den wir um 17.00 Uhr in die Stadt genommen hatten und rekapitulierten unsere Wegstrecke… ufff… da hatten wir das Haus wieder gefunden. Der Abend war dann ziemlich kurz und wir verschwanden nach einer schnellen Nudel in der Heia!

Am Sonntag war im Ort Markt, an dem man so ziemlich alles kaufen konnte, juppi und ich bekam mein Gemüse mit Kabeljau vom Fischhändler!!! Doch das Beste war natürlich – ein neuer, breiter, schön langer Strand – zum Baden! Ich kann nicht anders, ich muss mich immer gleich reinlegen und abkühlen und das machen wir jetzt jeden Tag so, gell? Wenn man schon mal am Meer ist!

Die folgenden Tage haben wir die Nachbarstädtchen und Dörfer abgeklappert. Port Navalo und Port Crouesty – hihi… Die Gehwege sind überall noch hochgeklappt und nichts hat auf – keine Kneipe, keine Fährverbindungen zu den vorgelagerten Inselchen. Es beginnt wohl erst zum 1. April bzw. mit den Osterferien, man merkt es, überall wird gearbeitet und geschrubbt. Dann haben wir noch den 15 Meter hohen Berg des Cäsar besucht – sind natürlich im Stechschritt hoch gerannt und haben uns sehr gewundert. Der Sage nach soll Cäsar von dort oben seine Galeerenflotte erfolgreich gegen die einheimischen Segler zum Sieg geführt haben – weil Windstille war. Aha. Nur, das Meer konnte man zwar sehen und den Golf von Morbihan auch erahnen, wie Cäsar da seine Befehle geben wollte, ist mir ein Rätsel. So a la… Alles nach rechts… Was meint er? Prost?

An einem Tag sind wir die Route des l’Huître und die Salinen abgefahren, ich sag euch… im Golf von Morbihan, wenn das Wasser weg ist, riecht es vielleicht lecker, sie haben mich nur leider nicht von der Leine gelassen, sonst hätte ich mal eine Schlammpackung genommen, hihi. Immerhin habe ich es geschafft, mit einer Pfote hinein zu stehen!!! Und dann hat Papili doch tatsächlich einen Huître-Fischer gefunden, der ihm 6 Stück mit einem Glas Weißwein kredenzt hat. Und wir haben von der anderen Seite zugeschaut und doofe Gesichter gemacht! Leider war dann das Wetter mal wieder plööööd. Aber am Freitag hatten wir 20 Grad, mindestens, und das Meer war ganz weit weg, so dass ich unablässig zum Meer zum Abkühlen rennen musste. Wir sind weit am Strand entlang gewandert bis nach Saint Jacques und nun dösen wir im Garten und freuen uns aufs Abendessen.

Sonntag war Strandtag – mindestens 25 Grad und die ersten Sonnenhungrigen zog es doch glatt an unseren sonst einsamen Strand und die ersten badeten schon. Naja, ich bade jeden Tag!! Und meine Zweibeiner waren zumindest bis zu den Waden baden! Sah das lustig aus, wie die Menschlein ganz hinten in den Felsen kurz vor den Dünen lagerten – fast so muss es aussehen, wenn sich die Krebse in die Felsen flüchten, hihi! Abends haben wir gegrillt, zum Leidwesen unserer Nachbarn – oder waren die nur neidisch? Schließlich haben sie seit Freitag durchgehämmert und gesägt – auch sonntags, die hatten bestimmt nichts zu Essen bekommen!

Und am Montagabend, den 26. März kam dann die Nachricht, dass mein neues Brüderchen Jayden Blue zusammen mit noch 2 Brüdern und 3 Schwestern geboren wurde. Zur Feier des Tages gab es eine Flasche Sekt und für mich die obligatorischen Fische. Und am Dienstag haben wir uns die Knirpse im Internet angeschaut. Ganz braun sind sie, alle, und so klein! Danach waren wir am Strand und zum ‚Fein Essen‘ ging es ins Mor Braz mit ‚Vue sur la mer‘, allerdings mussten wir drinnen sitzen, weil der Wind so stark war. Naja, ich war natürlich vorher baden… und roch dann genauso wie die Huître, die Papi bekam, oder die Riesenkrabbe, die Mami auf dem Teller hatte.

Mittwochs haben wir uns das Städtchen Sarzeau angeschaut und das Wasserschloss Suscinio. Toll, nur in den Wassergraben durfte ich natürlich nicht. Ab da war dann schon Endspurt. Gemacht haben wir eigentlich nicht mehr viel, außer Baden natürlich und über die Klippen klettern, für mich kein Problem, nur meine Zweibeiner stellen sich aber auch immer an! Und im Garten faulenzen! Und am Samstag sind wir noch mal kurz zum Meer gefahren, adieu sagen! Schade – aber wir kommen wieder – Meer! Versprochen, und dann mit meinem Bruder Jayden Blue!
 
 
 

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