Sardinien 23.9.-9.10.2009
geschrieben am 23.9.2009 | Kategorie: Urlaub

 
Sardinien 23.9.-9.10.2009

Es ist wieder soweit... Wir packen alles zusammen und fahren endlose Strecken - nach Sardinien. Die Fahrt war für Fynn und mich entspannt, trotz gutem Wetter und einer Menge los auf den Straßen. Damit wir uns ordentlich die Pfötchen vertreten konnten, fuhren wir kurz vor La Spezia von der Autobahn ab und über Serpentinen hoch über einen Pass.
Dort oben konnte man prima Wandern bei 19 Grad und wir hatten die Hitze der Ebene von 27 Grad los! Eine schöne Rast mit Picknick und dann ging‘s auf zur letzten Autoetappe bis Livorno.

Bereits 19.10 Uhr waren wir im Hafen. Leider darf man dort nirgends baden, obwohl das Meer ganz nahe ist und super riecht. Unser Riesenkahn der Sardegna Ferries lag schon im Hafen und wir durften weit früher auf die Fähre, also 21.00 Uhr. Der Steward zeigte uns den Weg und legte noch schön die Kabine mit einem Leintuch für uns aus; da fühlt man sich glatt wie Queen Mum. Später inspizierten wir auch noch mal das Schiff; aber müssen auf Deck, neeee, das macht ein Mädchen nicht, Fynne-Buben schon. Also legten wir uns früh schlafen und hofften auf ebenso schönes Wetter bei der Ankunft um 7.00 Uhr in Golfo Aranci.

Pustekuchen... der Kapitän sprach von „bewölkt“, aber beim Kontrollgang auf Deck regnete es und es wurde noch schlimmer. Weil wir ja immer noch nicht Pipi/Kaka waren, mussten wir bei dem sch.... Wetter unterwegs anhalten und ab in den Regen... mit Erfolg. Die Fahrt zum Haus war ziemlich regnerisch und das Wasser stand auf den Straßen, sodass riesige Fontänen davon spritzten. Aber es kam noch schlimmer. Im Laufe des Tages regnete es sich so ein, dass es durchs Dach unseres Hauses tropfte. Das Bett war nass. Unsere Bettchen wurden mehrfach verschoben und die Couch zog von einer Ecke in die andere. Seitdem schliefen unsere Zweibeiner bei uns im Zimmer auf der Couch. Ulkig. Sturzbäche (Flüsse) schossen den Berg hinunter und das normalerweise ausgetrocknete Bächlein führte Hochwasser am Haus vorbei!

Wenn das aber alles gewesen wäre, wäre jetzt ja alles gut. Das Ausmaß der Verwüstung zeigte sich erst am folgenden Morgen, es regnete nicht mehr und die Sonne versuchte, auf die Verwüstungen zu scheinen. Brücken wurden einfach überflutet, manche Straßen und Gehwege weggerissen, unsere Strada Bianca war eine einzige Seenlandschaft und unpassierbar... (Bilder) Und jetzt kommt‘s: Unser geliebtes Meer ist nicht mehr zu erreichen: nirgends! Alles ist voll von Geröll und Schutt, die Parkplätze sind überflutet, die Pferdekoppel weggespült (sie haben alle Pferde wohlbehalten gefunden) und der geliebte Strand weggespült! (Bilder) Traurig, dieser Anblick. 5 Tage danach war noch nicht viel passiert. Klar mussten die Einsatzkräfte erst den Menschen helfen, die evakuiert werden mussten und ihre Häuser auspumpen. Überall liegen Matratzen und anderes Zeuges zum Trocknen... könnt ihr vergessen, das stinkt!!!

Der Stagno mit seinen „Süßwasser“-Fischen hatte wahrscheinlich noch nie so viel Wasser. Leider wurden wohl auch viele Fische ins Meer gespült. Man sieht sie jetzt vor lauter Verzweiflung übers Wasser hüpfen. Aber sie entkommen dem Salzwasser nicht. Mittlerweile hat der Fluss wieder Normalwasserstand. Er hat nur ein anderes Bett gewählt. Der Campingplatz „La Cinta“ mit seinen beiden Notentwässerungskanälen ins Meer hat uns heute schon fast trockenen Pfötchen passieren lassen. Anders sah es bei dem Wasserlauf bei der Bar aus. Da sind wir auf einer Sanddüne großzügig durchs Meer gelaufen - na ja, wir sind ja eher geschwommen!

Und dann nahmen die Zweibeiner den falschen Weg. Anstelle gleich an den Strand über das angeschwemmte Seegras zu gehen, schwammen und liefen wir weiter auf einer Sanddüne im Meer... bis wir nicht weiter kamen... ein ekliges Meer voller Seegras, meinte Mami. Aber da musste sie durch, nachdem Papi und dann wir durchgestapft waren und schon am Strand standen. Ihr Gesicht hättet ihr sehen müssen, als sie da durch stapfte, hihihi! Auf jeden Fall fanden wir den Ausflug „sehr interessant“ und er machte so richtig schön hungrig und müde...

Die folgenden Tage, alle bei klarem sonnigen Wetter um die 30 Grad suchten wir verschiedene Strände auf... ja es gab sie noch, die Buchten und Strände, die nichts oder nur wenig abbekommen hatten und da das Meer noch warm war, planschten wir alle viere zusammen im Meer. Die schönsten Bilder findet ihr im Fotoalbum, sie täuschen allerdings schon über das Chaos hinweg, das hier geherrscht hat. Darum wollen wir doch auch ein paar Chaosbilder zeigen - also wir waren‘s nicht, gell!

Zwei Wochen Badeurlaub gingen flux zu Ende und wir zurrten wieder unsere Packen. Die Heimreise war, ähm... kühl... sagen die Zweibeiner! Auf dem St. Gotthard-Pass gab es noch 4 Grad, für uns nicht zu kalt, um im Bächlein zu planschen und Kuhfladen zu naschen. Den Zweibeinern sind derweil die Zehen abgefroren!!!

 
 
 

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